Schulentwicklung – Konzept

Pädagogisches Konzept 2024

Tandem | Lernzeit | Partizipation+Gemeinschaft | Freispiel |ganzheitliche Pädagogik | BiMi

 

Die wichtigsten Säulen der zukünftigen OGS-Betreuung sind

 

 
DAS TANDEM

Wir wollen die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams und die Überwindung der Grenzen zwischen Vor- und Nachmittag: Jeder Klassenleitung wird eine OGS-Tandemkraft zur Seite gestellt, die voraussichtlich zweimal wöchentlich am Unterricht teilnimmt und die OGS-Kinder ihrer Klasse in der Lernzeit, beim Mittagessen und in den Nachmittag hinein begleitet. Die Tandemkräfte gehören zu dem multiprofessionellen Team aus Pädagogen, Sozial- und Sonderpädagogen, welches für jeden Jahrgang gebildet wird und sich regelmäßig fachlich austauscht. Diese enge Zusammenarbeit verbessert die Möglichkeit, Ihre Kinder im offenen Ganztag individuell und optimal über den ganzen Tag hinweg zu fördern und zu unterstützen. So kann auch Inklusion und Integration noch besser gelingen.

 

DIE LERNZEIT

Wir wechseln von der Hausaufgabenbetreuung in das Lernzeitenprinzip: Jedes OGS-Kind hat an vier Tagen eine feste Lernzeit im Klassenverband und im eigenen Klassenraum. Die Jahrgänge 1+2 verfügen täglich über 45 Minuten (reine Lernzeit 30min), die beiden höheren Jahrgänge über 60 Minuten (reine Lernzeit 45 min). Freitags findet keine Lernzeit statt. Die Kinder haben dadurch einen vernünftigen Zeitrahmen um Ihre Arbeiten mit der nötigen Sorgfalt und Aufmerksamkeit zu erledigen, neben Förderung findet automatisch auch Forderung statt. Natürlich wird der gute Betreuungsschlüssel in der Lernzeit beibehalten. Je größer die Lerngruppe des Klassenverbands je mehr Ergänzungskräfte unterstützen die Tandemkraft.

Mittels der verfügbaren Lehrerstunden können in jedem Jahrgang parallele Regenbogengruppen gebildet werden, wo in Kleingruppen intensiver gelernt werden kann. Hier können verschiedene Förderbedarfe unterstützt oder besonders schwierige Lernschritte geübt werden. Wer über welchen Zeitraum an den Regenbogengruppen teilnehmen darf entscheidet das jeweilige multiprofessionelle Jahrgangsteam.

 

DIE GEMEINSCHAFT

Nach Unterricht, Lernzeit und Essen wechseln die Kinder, die am offenen Ganztag teilnehmen, in unsere “Freizeitinseln”. Diese werden im Erdgeschoss und Untergeschoss der Borndalschule liegen. Dort erhalten sie in einer altersgemischten Gruppe in “ihrem” Gruppenraum eine Heimat und haben in der Gruppenleitung eine weitere feste Kontakt- und Vertrauensperson. In ihrem Gruppenraum melden sie sich an, dort haben sie ihr Fach, dort dürfen sie ihr Gebautes stehenlassen und ihre Bilder aufhängen. Mit ihrer Gruppe erleben sie in besonderer Form Gemeinschaft: Durch Ausflüge oder gemeinsame Aktionen, durch Patenschaften zwischen jüngeren und älteren Kindern, gemeinsame Feiern oder Projekte. Ihre Gruppe ist ihr Ort für Partizipation und Mitbestimmung, Kinderrat und Konfliktbewältigung, denn auch das Zusammenleben will gelernt sein und für die Regelakzeptanz und das Bemühen um Rücksicht und Umsicht ist die altersgemischte Gruppe besonders geeignet.

RAUM UND MOBILITÄT

Die Betreuung in OGS und BiMi findet nicht ausschließlich in den Gruppenräumen statt, sondern diese sind in Zukunft nur der sichere “Hafen” für Ihr Kind, von dem aus es die weiteren Angebote der OGS und der BiMi erkunden kann. Für offene Freizeitangebote und AG-Angebote stehen uns in den Freizeitinseln eigens gestaltete Themenräume und die Borndal-Aula, in den anderen Schulgebäuden Klassenräume, Fachräume (Kunst, Musik, Küche, PC) und die großzügigen offenen Flächen in den Jahrgangsfluren zur Verfügung. Im Außenbereich warten außerdem abwechslungsreiche Spiel- und Naturflächen. Die Kinder werden durch die Betreuerinnen motiviert, auszuschwärmen und alle Angebote frei zu nutzen. Auch “Snoozel-Ecken” und Rückzugsmöglichkeiten stehen bereit.

 

DIE FREIZEIT

In der neuen Schule haben wir die Möglichkeit, Unterrichtszeit, Essen und Lernzeit im Schulgebäude anzusiedeln und zeitlich zu bündeln. Erst nach Erledigung aller dieser “Pflichten” begeben sich die Kinder in die Freizeitinsel und gehen so in eine sichtlich unbeschwertere, da zusammenhängende freie Spielzeit. Diese können sie ohne weitere Unterbrechungen individuell und ihren Bedürfnissen und Neigungen gemäß selbst gestalten.

Die längeren freien Zeiträume ermöglichen uns widerum die Ausweitung der Neigungs- und AG-Angebote.  Daher können wir mit diesem Konzept Ihren Kindern neben den üblichen Beschäftigungsmöglichkeiten in den Gruppenräumen und auf dem Schulhof auch mehr offene, wechselnde Angebote in den sogenannten Themenräumen bieten (z.B. Arbeiten mit Holz oder Ton im Fachraum Werken, freies Malen im Kunstraum, Häkeln und Stricken in einem Klassenraum, eine Legostadt bauen im Multiraum, …) und dazu ein wählbares verbindliches AG-Programm, bei dem wir auch verstärkt externe Partner wie die Kulturwerkstatt, die Musikschule und die Sportvereine einbinden können.

Ihre Kinder entscheiden selbst, wo sie sich wann und wie lange aufhalten und welcher Beschäftigung sie nachgehen wollen, lediglich die AG-Angebote sind nach erfolgter Anmeldung verbindlich. Dreimal im Jahr können die Kinder – wenn sie möchten – eine neue AG wählen. So sind die Zeiträume nicht zu lang, um mal etwas Neues zu erproben. Die Förderung des freien Spiels und der selbständigen Erkundung von eigenen Neigungen und Interessen dient der Persönlichkeitsentfaltung und unterstützt aktiv bei der Aneignung motorischer, kognitiver und sozialer Fertigkeiten.

 

GANZHEITLICHE PÄDAGOGIK

Wir sehen das Kind mit all seinen individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen und gehen immer von seinen Stärken aus. Es lernt und lebt und wächst in der Schulgemeinschaft mit all seinen Sinnen. Durch die feste Anbindung an beständige Vertrauenspersonen (Klassenlehrer.in, Tandemkraft und Gruppenleitung) und verlässliche „Heimatorte“ (Klassenraum, Mensa, Gruppenraum), durch die verlässliche Tagesstruktur, in der sich die Kinder schnell selbständig zurechtfinden und durch die freiheitliche, partizipatorische und jahrgangsgemischte Freizeitgestaltung schaffen wir eine ganztägig lebendige, lernende Schulgemeinschaft, die nicht im Wettstreit miteinander steht, sondern in der die Kinder gemäß ihren Möglichkeiten wachsen dürfen, ein gutes Selbstverständnis entwickeln können und eigenmotiviert und gerne lernen und erforschen. Dies alles schaffen wir zudem nur in Partnerschaft mit dem sozialen Umfeld und den Eltern, die wir durch einen guten Informationsfluss, Beteiligung und Mitwirkung in die Schulzeit des Kindes einbinden möchten. Hier wünschen wir uns eine Erziehungspartnerschaft auf Augenhöhe.

 

Die wichtigsten Säulen der zukünftigen Bis-Mittag-Betreuung sind

 

Auch in der BiMi gelten die gleichen pädagogischen Grundsätze und Ziele für uns. Auch die BiMi-Kinder profitieren im Unterricht durch die Doppelbesetzung an mindestens zwei Wochenstunden durch die Tandemkräfte. Nach dem Unterricht wechseln die BiMi-Kinder direkt in die Freizeitinsel in ihre Gruppenräume und haben dort die gesamte obere Freizeitinsel bis 13 Uhr in der Regel für sich allein, da die Kinder des offenen Ganztags erst nach ihren Lern- und Essenszeiten in die Freizeitinseln wechseln.

Auch die an der Bis-Mittag-Betreuung teilnehmenden Kinder werden jahrgangsgemischt und mit fester Gruppenzugehörigkeit betreut. Je nach Unterrichtsschluss stehen ihnen bis zu zwei Stunden unbeschwerte freie Spielzeit zur Verfügung, die sie individuell und ihren Bedürfnissen und Neigungen gemäß selbst gestalten dürfen. Neben den vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten in den Gruppenräumen und auf dem Schulhof steht ihnen ein offenes, wechselndes Angebot in den Themenräumen oder in den  OGS-Gruppenräumen zur Verfügung. An der Programmgestaltung werden sie selbstverständlich beteiligt. Außerdem dürfen sie, wenn sie möchten, in einem ruhigen Raum selbständig ihre Hausaufgaben erledigen.

Die Bereitstellung einer verlässlichen, vertrauten Umgebung, die Förderung des freien Spiels sowie das Lebens in der Gemeinschaft ist auch in der BiMi Grundlage des pädagogischen Konzepts, denn auch hier möchten wir den ganzheitlichen Ansatz umsetzen, dass Kinder mit allen Sinnen lernen und aus einer wohlwollenden und stärkenden Umgebung heraus motivierter sind, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und Entwicklungschancen wahrzunehmen.

 

OGS Büro

Kirchstr. 13 (via Gartenstiege)
48341 Altenberge

Tel. 0176 – 53 90 29 92
E-Mail: info@ogs-altenberge.de

Ihre Ansprechpartnerin:
Frau Heimann | Frau Wüller

Bürozeiten

Montag-Mittwoch
08.00 – 12.30 Uhr

und nach Vereinbarung

zusammen wachsen - Gemeinschaft erleben

Menü